Verbände oder so ähnlich…

Da Curtis bei unserem Tierarzt keine Rechte Lust hatte, mir sein Ohr oder seine Pfote zur Verfügung zu stellen, damit ich mit ihm Verbände üben kann, blieb uns in Verletzungssituationen nicht immer etwas anders übrig als kreative neue Lösungen zu finden. Manche dieser Lösungen machten uns im Viertel bekannt…

Der Plastikkragen statt eines Kegels ist ja schon einigermaßen üblich. Auf der Straße wird man angesprochen „Oh, was ist denn passiert?“ aber dann ist das Thema auch durch. Ein Verband erregt schon mehr Aufmerksamkeit „Oh, was ist denn passiert? Geht er da nicht ran, hält der Verband? Ach, der arme Kerl!“. Bei kleineren Verletzungen kann Hund in der Wohnung auch mal Socke tragen, draussen vor der Tür wird dann über Socke Hundeschuh gezogen.

Ganz großes Kino ist aber das Tragen eines T-Shirts. Weil der Verband an der verletzten Stelle nicht hält und der liebe Curtis nicht aufhören kann, an der Stelle zu lecken mussten wir uns was einfallen lassen – der Kragen ist nicht groß genug, mit dem Kegel um den Hals wurde Curtis völlig panisch und hat sich fast die Ohren abgerissen – alles was also tun?

Ein Langarm T-Shirt von mir genommen, die Vorderläufe durch die Ärmel gesteckt und hoch gerollt, die Taille hochgeschoben und zusammengenommen, fertig was die coole Streatwear für verletzte Hunde. Das Shirt hat Curtis offenbar nicht gestört, er trug es mit Fassung und Haltung – ganz definitiv ein cooler Hund.

 

Damit war er auch das ganze Mitleid los, die Leute auf der Straße amüsierten sich, fragten kurz nach und fanden den Look lässig.

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